Gerät

Links: Wärmebild eines Angriffstrupps unter Atemschutz (ffo). Rechts: Die T3 MAX (jbr)

Eine Wärmebildkamera gehört nich zur Grundausstattung einer jeden Feuerwehr. Und dennoch, vielleicht sollte sie es.

Die Feuerwehr Offenthal entschied sich 2005 in naher Zukunft eine solche Wärmebildkamera anzuschaffen. Da diese jedoch nicht vom Dienstherren bezahlt werden würde, musste das Geld - damals 14.500 € - selbst aufgebracht werden. So flossen von da an sämtliche Einnahmen aus Festen und ein großer Teil der Mitgliedsbeiträge in den Pott der Wärmebildkamera. Auch durch eine aufwendige Spendenaktion konnte ein beträchtlicher Teil des benötigten Geldes beschafft werden. Durch den enormen Rückhalt in der Bevölkerung und den ansässigen Unternehmen konnte so schon im Jahr 2006 die begehrte Kamera bestellt werden. Sie ist seitdem ein unverzichtbarer und lebensrettender Partner im Einsatz geworden.

Das Einsatzgebiet: 

  • Primär erleichtert und beschleunigt die Wärmebildkamera den Atemschutztrupps in verrauchten Gebäuden die Orientierung. Gleichzeitig wird die Suche nach Personen vereinfacht, da durch den Temperaturunterschied zwischen einem menschlichen Körper und seiner Umgebung, sich dieser klar von ihr abhebt. Hier entscheiden oft Minuten oder gar Sekunden über Leben und Tod des Hilfsbedürftigen.
  • Bei komplizierten Brandstellen hinter Verschalungen oder in Zwischendecken kann das Öffnen der Wände zum Bekämpfen des Brandes auf kleine Bereiche reduziert werden, wenn diese mittels Wärmebild lokalisiert werden.
  • Ein weiterer Einsatzschwerpunkt für eine Wärmebildkamera ist das Suchen von vermissten Personen nach zum Beispiel Verkehrsunfällen. Schnell kann hier festgestellt werden, ob sich mehrere Personen in einem Fahrzeug befunden haben. Die Wärme, die diese auf den Sitzen hinterlassen haben, kann durch die Wärmebildkamera sichtbar gemacht werden.
  • Auch Rohrbrüche können genau lokalisiert werden, obwohl sie beispielsweise in der Decke oder im Boden sind.

 

Dank all den Spendern und Unterstützern dieses Vorhabens!

Das eingebaute Zumischsystem auf dem LF 10/6 (jbr)

Das LF 10/16 ist mit dem Schaummittel-Zumischsystem FireDos® ausgerüstet. Dieses ermöglicht die mechanische Zumischung von Schaummittel als Netzmittel sowie für Mittel- und Schwerschaum. Hierbei können die unterschiedlichsten Schaummittel verwendet werden.

Das Zumischsystem wird durch den Löschwasserstrom angetrieben, wodurch keine weiteren Antriebsquellen benötigt werden. Das System arbeitet automatisch mengenproportional, passt sich also der Menge des durchströmenden Löschwassers sowie dessen Druck an, was die Bedienung wiederum vereinfacht und im Einsatz Zeit erspart.

 

Zumischraten:0,3% - 3,0%*
Wassermenge pro Minute:100 Liter - 1000 Liter*
Druckverlust:ca. 0,5 bar bei 300 Litern pro Minute*
*Angaben des Herstellers

  

  

Für die Arbeit an einem Verkehrsunfall bereitgelegte Ausrüstung. Darunter Schere, Spreizer und zwei Rettungszylinder (jbr)

Der Hydraulische Rettungssatz ist eine Zusammenstellung hydraulischer Geräte, welche zur Rettung und Bergung von Menschen bei Verkehrs- und Bahnunfällen sowie sonstigen Unglücksfällen zum Einsatz kommt.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Dreieich-Offenthal besteht der Rettungssatz aus folgenden Komponenten:

  • tragbarer Ölkompressor
  • Spreizer
  • Rettungsschere
  • mehrere Rettungszylinder

  

Prinzip

Der hydraulische Rettungssatz arbeitet mit Öldruck, welcher durch einen angeschlossenen Kompressor erzeugt wird. Dies schafft eine enorme Kraft am jeweiligen Gerät, so dass mit ihm mühelos eine verkeilte PKW-Tür aufgespreizt oder ein Dach, mittels Durchtrennung der tragenden Säulen, vom Fahrzeug entfernt werden kann. Die Bedienung der hydraulischen Geräte ist dabei äußerst genau.

Spreizer

Der Spreizer dient vorwiegend zum Aufspreizen von Autotüren verunfallter Fahrzeuge. Der Spreizer funktioniert jedoch in beide Richtungen, wodurch er auch zum Zusammendrücken verwendet werden kann. Die sogenannten Backen an der Spitze des Spreizers können ausgetausch werden. So gibt es neben den üblichen Spreizbacken auch Schälbacken, um ein Stück Blech aus einem Auto herauszuschälen; oder Backen mit speziellen Ketten, mit deren Hilfe beispielsweise eine Lenksäule von einem eingeklemmten Fahrer weggezogen werden kann.

Rettungsschere

Die Rettungsschere wird zum trennen von Blechen verwendet, vorwiedend bei Verkehrsunfällen. Mit ihr werden beispielsweise die A- und B-Säulen eines PKWs durchtrennt, um das Dach über die hinteren Säulen "aufklappen" zu können. Da mit der Rettungsschere keine Hartmetallteile durchtrennt werden können, stellen moderne Sicherheitsmaßnamen im PKW, die oft aus gehärteten Verstrebungen bestehen, ein unüberwindbares Hinderniss für die Schere dar. Diese müssen mit anderem Gerät, wie dem Trennschleifer, entfernt werden. Auch auf seitliche Airbags und Pyrotechnische Gurtstraffer muss beim Arbeiten mit der Rettungsschere erhebliche Rücksicht genommen werden.

Rettungszylinder

Die Rettungszylinder sind Zylinder, welche sich durch hydraulischen Druck heben und senken können. Je nach Bauart eignen sie sich so zum Drücken oder Ziehen. Mit ihrer Hilfe ist es exemplarisch möglich, eine PKW-Front von der Fahrerkabine wegzudrücken, was besonders bei Personen mit eingeklemmten Füßen und Beinen nach Verkehrsunfällen zum Tragen kommt. Die Rettungszylinder greifen meist dort, wo die maximale Öffnungsweite des Spreizers nicht mehr ausreicht.

  

Ausbildung in Langen - Der PKW wurde erfolgreich stabilisiert (jbr)

Stab-Fast ist ein System zur stabilisierung von PKW, welche sich nach einem Unfall in einer instabilen Lage befinden. Dies tritt beispielsweise nach einem Überschlag ein, wenn das Fahrzeug auf dem Dach oder der Seite zum Liegen kommt. Die Feuerwehr Dreieich-Offenthal verwendet das Stab-Fast MK2 von Weber Rescue Systems, welches 2014 von der Stadt beschafft wurde.

Link: News vom 16.05.2014 - Ausbildung am neuen Stab-Fast-Gerät

 

Eingefahrene Länge1.070 mm*
Ausgefahrene Länge1.720 mm*
Gewicht pro Stütze9,2 Kg*
Max. Belastung in Längsrichtung1.500 Kg*
Gesamtgewicht (2 Taschen)39,6 Kg*
*Angaben des Herstellers

 

 

 

Angriffstrupp bei der Ausbildung am Hohlstrahlrohr (jbr)

In der Feuerwehr Offenthal hat das Hohlstrahlrohr schon seit längerer Zeit das Mehrzweckstrahlrohr ersetzt. Ein Mehrzweckstrahlrohr ermöglicht mittels eines Kugelventils die Löschwasserabgabe auf Vollstrahl, Sprühstrahl oder auf Aus zu schalten. Das Wasser wird bei Vollstrahl gerade durch das Strahlrohr geleitet, bei Sprühstrahl wird es durch das Kugelventil verwirbelt.

Das Hohlstrahlrohr leitet das Wasser durch eine innere, ringförmige Düse, welche einen "hohlen" Wasserstrahl bewirkt. Dieser und weitere Mechanismen bewirken eine wesentlich effektivere Löschwassernutzung, welche sich besonders im Sprühstrahl, bei der Niederschlagung von Rauchgasen oder als Wasserschild bemerkbar macht. Ein Vollstrahl aus einem solchen Rohr ist stabiler und reicht bei gleichem Druck weiter, als der herkömmlicher Mehrzweckstrahlrohre. Zudem lässt sich der Sprühkegel auf bis zu 120° auffächern. Der Übergang von Voll- zu Sprühstrahl ist dabei nunmehr fließend.

Das Hohlstrahlrohr bietet dem Feuerwehrmann die Möglichkeit, den Wasserstrahl wesentlich besser an die jeweilige Situation anpassen und somit Brände besser bekämpfen zu können. Mit nur einem Dreh kann er sich mit einer Wasserwand gegen schnell herannahende Flammen schützen.

Link: News vom 13.06.2014 - Geducktes Vorgehen

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