Dickes Lob für die Arbeit der Feuerwehr
Bürgermeister und Erster Stadtrat äußern sich ausgesprochen positiv über die Einsätze während des Orkans / „Schnell und sorgfältig gearbeitet“
Dreieich (klg) Ein großes und uneingeschränktes Lob haben Bürgermeister Dieter Zimmer und der Erste Stadtrat Martin Burlon gestern der Feuerwehr für deren Einsatz beim
Sturmtief „Xynthia“ ausgesprochen.
Zimmer wie auch Burlon hatten sich am Sonntag zeitweise in der Sprendlinger Wache aufgehalten und hatten so hautnah mitbekommen, welche Schäden der Sturm angerichtet hatte und mit welchem Engagement die Feuerwehrleute ihr Bestes gaben, um die Schäden in den Griff zu kriegen. Wie berichtet, hatten die fünf Wehren 150 Einsätze zu absolvieren: die Buchschlager Wehr 38, die Dreieichenhainer 27, die Götzenhainer 26, die Offenthaler zwölf und die Sprendlinger Wehr 46.
Die Feuerwehr, so Zimmer gestern, habe schnell und gleichzeitig mit der gebotenen Sorgfalt gearbeitet. Und Burlon weist darauf hin, dass in der Hochphase alle Feuerwehrfahrzeuge aller fünf Stadtteilwehren im Einsatz gewesen seien. Durch das „beispielhafte Engagement“ hätten die meisten Einsätze schon am Sonntagabend gegen 20 Uhr abgeschlossen werden können. Neben all den Schäden, über die unsere Zeitung in den vergangenen beiden Tagen schon berichtet hat, war es auch zu einem Malheur in der Buchschlager Kläranlage gekommen: Ein großer Baum war in die Förderschnecke der Anlage gestürzt. Gerade in diesem Fall, so der Bürgermeister, könne man von Glück sprechen, dass keine gravierenden Schäden aufgetreten seien. Die Kläranlage musste ihren Betrieb zwar kurzzeitig einstellen, konnte die Abwasserreinigung aber bald wieder aufnehmen. Beide, Zimmer wie Burlon, hatten sich an Ort und Stelle einen Überblick von den Schäden gemacht. Die größten Schäden, die das Sturmtief verursacht hatte, bestanden darin, dass in der F eiherr-vom-Stein-Straße ein Dach großflächig abgedeckt wurde und ein Schornstein umgestürzt war. Im Pirschweg in Buchschlag drohte ein Baum auf die Selma-Lagerlöf-Schule zu kippen und in der Ringstraße in Dreieichenhain war (wie berichtet) ein Baum auf die Stromleitung gestürzt. In Götzenhain war die Sperrung der Neuhöfer Straße notwendig geworden, weil ein Baum in die Kurve zur Autobahnauffahrt der A661 gefallen war. Weitere Sperrungen gab es auf der Messeler Straße zwischen Offenthal und Messel, auf der Buchschlager Allee zwischen dem Gewerbegebiet und Zeppelinheim sowie auf der Bundesstraße 459 zwischen Dietzenbach und Gravenbruch, die teilweise auch über Dreieicher Gemarkung verläuft. All diese Sperrungen waren Montagnachmittag wieder aufgehoben. Auch der städtische Baumbestand hatte unter dem Orkan zu leider: Nach einer ersten Bilanz sind im innerstädtischen Bereich elf Bäume umgestürzt, neun weitere „angeschoben“ (stehen also in Schräglage) oder wurden derart in Mitleidenschaft gezogen, dass auch sie gefällt werden müssen. Allein im Berliner Ring sind vier Bäume umgestürzt - drei Kiefern, eine Buche und eine Birke; sechs weitere müssen gefällt werden. Außerdem sind in der Frankfurter Straße ein Zuckerahorn und in der Hainer Trift ein Eschenahorn umgestürzt. Im Sprendlinger Bürgerpark sowie auf dem Freienspielgelände an der Breiten Haagwegschneise sind eine Tanne und in der Säuruh drei Kiefern dem Orkan zum Opfer gefallen. Ein Teil der eiligen Räumarbeiten wird der Bauhof erledigen, im Berliner Ring müssen wegen des Schwierigkeitsgrades der zu fällenden Bäume umgehend Fachfirmen eingesetzt werden. Die Stadtwerke verzeichneten zwei Störfälle: In Götzenhain war ein Baum in eine Freilandleitung gefallen und verursachte einen 30-minütigen Stromausfall. Durch den umgestürzten Baum in der Ringstraße war es zu einem großräumigen Stromausfall in Götzenhain gekommen.




