Am 13.09.2003 um 13:11 Uhr begann unsere gemeinsame Übung. Annahme war ein Flugzeugabsturz zwischen Offenthal und Messel
Ein Verletzter auf den im Feld verteilten Flugzeugsitzen


Das Feuer bricht aus: So sah es aus, als die ersten Einsatzkräfte die Maschine erreicht haben
Der Einsatzleiter bei der Erkundung:



Pressestimmen Offenbach Post 15.09.2003
Foto: Offenbach Post - Gersin
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Ein dekorierter Sattelauflieger diente als Flugzeugrumpf, Triebwerke wurden durch brennende Fässer dargestellt. Es ging ausgesprochen realistisch zu bei der Alarmübung. Foto: Gersin
"Für Ernstfall gut gerüstet"
Klinik beorderte Personal aus Freischicht
Dreieich (klg) - Die Attrappe eines am Boden zerschellten Flugzeugs, Flugzeugsitze mit noch angeschnallten Passagieren, die sich auf einer Wiese wiederfinden, weit verstreute Koffer und Kleidungsstücke: Es ist eine der größten und aufwändigsten Notfallübungen der letzten Jahre im Landkreis gewesen, die am Samstag Hunderte von Einsatzkräften an den Ortsausgang von Offenthal rief.Ein Flugzeug des Typs ATR-42, so die Annahme der Übung, in die im Vorfeld nur wenige eingeweiht waren, soll wegen eines Triebwerkschadens auf einem Feld abgestürzt sein und dabei auch eine Scheune in Brand gesetzt haben. Der Übungszweck bestand darin, den Ablauf der Zusammenarbeit von Feuerwehren, Rettungsorganisationen und Leitstellen über die Landkreisgrenzen hinweg unter Bedingungen des Ernstfalls zu testen.Und realistisch spielte sich die fünfstündige Katastrophenübung tatsächlich ab, denn die meisten beteiligten Kräfte - Leitstellen eingeschlossen - gingen bei der Alarmierung kurz nach 13 Uhr vom Ernstfall aus: die Notärzte, von denen einer mit dem Hubschrauber aus Reichelsheim gekommen war, die Besatzung der Polizeihubschrauber, die 180 Feuerwehrmänner und -frauen aus Dreieich, Langen, Urberach, Eppertshausen und Messel einschließlich ihrer Führungskräfte, das Personal der Rettungswagen. Und auch die Frankfurter Flughafenfeuerwehr machte mit, als handele es sich um eine reelle Katastrophe: 20 Minuten brauchten deren Berater, um mit Sondersignal von Frankfurt nach Offenthal zu kommen. Ein besonderer Schwerpunkt lag bei der Versorgung der Absturzopfer. Sie wurden sogar in die Asklepios-Klinik nach Langen transportiert, die von der Übung absolut nichts wusste: Per Lautsprecherdurchsage wurden alle Besucher aufgefordert, die Klinik zu verlassen, Ärzte und Schwestern aus der Freischicht geholt, Patienten verlegt, um ausreichend Platz für die "Absturzopfer" zu haben. Fazit der Beobachter: "Im Detail ist noch einiges zu optimieren, generell aber sind Feuerwehren, Rettungsdienste und Krankenhaus auf den Ernstfall gut vorbereitet."
Als Wäre ein Flugzeug auf das Feld gestürzt Beim Katastrophenalarm wussten nur die wenigsten Einsatzkräfte, dass es sich um eine Übung handelt

Frankfurter Rundschau 16.09.2003
Flugzeugabsturz - Feuerwehren proben den Ernstfall bei Offenthal
Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Ärzte und Polizei kämpften mit Theaterblut und künstlichen Rauchschwaden DREIEICH / KREIS OFFENBACH. Ein zweimotoriges Flugzeug ist auf eine Wiese bei Dreieich-Offenthal abgestürzt. Das ist die Information, die Feuerwehrleute aus Dreieich, Dietzenbach, Langen, Messel, Eppertshausen und vom Frankfurter Flughafen am Samstagmittag erhalten. Das bedeutet Großeinsatz. Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeiautos rasen los. Die meisten der rund 250 Helfer erfahren erst am Einsatzort, dass es eine große Übung ist. Das Flugzeugwrack ist ein mit Tüchern bespannter Sattelschlepper. Brennende Ölfässer stellen die Triebwerke dar, lodernde Strohballen sind auf der Wiese verteilt. Mit Kunstblut bemalte Schauspieler laufen wie im Schock über die Wiese und in den Wald, andere liegen scheinbar verletzt auf dem Boden oder sind noch auf den Sitzen im Wrack festgeschnallt. Aus einer Scheune, die vom Flugzeug gestreift wurde, steigt Rauch auf. In diesem Katastrophenszenario, das von Carsten Münch und Markus Tillmann von der Freiwilligen Feuerwehr Offenthal organisiert und inszeniert wurde, müssen sie die Rettungskräfte jetzt zurecht finden. So soll getestet werden, ob die Feuerwehren untereinander gut zusammenarbeiten, ob die Kommunikation zwischen den Leitstellen Dietzenbach und Darmstadt-Dieburg klappt und ob alle zusammen einem solchen Unfall gewachsen wären. Die Feuerwehrleute müssen zwei Aufgaben erfüllen. Eine Gruppe muss Menschen aus der Scheune retten und das Feuer löschen. Die anderen befreien die Opfer aus dem Flugzeug, versorgen die Verletzten und bekämpfen die Flammen am Flugzeug. Die gut 30 Darsteller, die die Verletzten mimen, werden zu einer Sammelstelle gebracht. Viele von ihnen werden mit Blaulicht in die Langener Asklepiosklinik gefahren. Dort wurden sie in der Notaufnahme versorgt. Pro Forma, natürlich. "Wirklich geröntgt wurde keiner", sagt Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann. "Die Übung war sehr realitätsnah, und wir haben dabei festgestellt, dass das Zusammenspiel gut funktioniert", berichtet Ackermann. Bei einem echten Flugzeugabsturz würden allerdings noch mehr Feuerwehrleute und Rettungskräfte helfen. Sie haben nicht alle bei der Übung mitgemacht, denn es hätte ja woanders etwas passieren können. Die Landstraße zwischen Offenthal und Messel wurde schon vor Beginn der Übung gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. jum
Dreieich Spiegel 18.09.2003 PROBE FÜR DEN ERNSTFALL:

Vor den Toren des Dreieicher Stadtteils Offenthal fand am Samstag eine Katastrophenschutzübung des Kreisfeuerwehrverbandes Offenbach statt, an der sich auch Rettungsdienste und Feuerwehren aus dem Nachbarkreis Darmstadt-Dieburg beteiligten. Das Übungskonzept sah den Absturz eines Flugzeuges zwischen Offenthal und Messel vor, bei dem brennende Teile ein landwirtschaftliches Anwesen getroffen hatten. Derlei Testläufe stehen nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes nicht erst seit dem 11. September 2001 auf dem Trainingsprogramm der Lebensretter. Zuvor hatte sich in Dreieich eine von der Freien Wählergemeinschaft veranstaltete Informationsrunde anlässlich des zweiten Jahrestages der Attentate auf New-York und Washington mit dem Katastrophenschutz in der Westkreiskommune befasst. Im Anschluss an die Veranstaltung erhoben Vertreter der FWG die Forderung, es möge eine verstärkte Information der Bevölkerung über die unterschiedlichen Sirenensignale stattfinden. Diese seien vielfach nicht mehr bekannt, im Ernstfall aber von zentraler Bedeutung, so Vorstandsmitglied Christel Fritzschner. (jh/DS-Foto: Jordan)
Frankfurter Rundschau 16.09.2003
Er gefällt sich als Macher Landrat Peter Walter (CDU) will's wieder wissen KREIS OFFENBACH. Feuerwehrwagen biegen mit Martinshorn und Blaulicht in den holprigen Feldweg bei Dreieich-Offenthal ein. Ein Polizeihubschrauber knattert einige Runden, bevor er auf einer mit Bändern markierten Fläche aufsetzt. Verletzte und Wrackteile liegen auf den Wiesen unweit der Landesstraße in Richtung Messel. Großeinsatz für die Rettungskräfte. Doch keine Katastrophe, alles nur Übung. Mitten im Trubel: Landrat Peter Walter (CDU). Er verfolgt das Geschehen.


Meinungen und Berichte von anderen beteiligten Organisationen:
DRK Kreisverband Offenbach
www.kv-offenbach.drk.de

13.09.03 Dreieich- Die Szenerie hatte was realistisches, keine Frage. Der "Rumpf" eines Flugzeuges auf einem Feld, umherliegende Trümmer und Gepäckstücke, dichter Rauch wabbert über die Äcker und echte Explosionen zerreissen die samstägliche Stille auf dem Gelände zwischen Offenthal und Messel. Dazu mehrere Dutzend "Passagiere", die mehr oder weniger verletzt über das ganze Feld zertreut sind. Das war die von der Offenthaler Feuerwehr organisierte Übungs-Szenerie, mit der sich am heutigen Samstag ab 13:00 Uhr die anrückenden Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Hilfsorganisiationen konfrontiert sahen. In schneller Folgen trafen erste Kräfte der alamierten Feuerwehren und des Roten Kreuzes aus Dreieich und Dietzenbach auf dem Gelände ein und begannen sogleich mit ersten Maßnahmen. U.a. galt es, Verletzte zu bergen und der sog. Triage zuzuführen. Unterstützt wurden sie darin von kurz darauf eintreffenden Helfern des 2. Sanitätszuges Kreis Offenbach. Von den anwesenden Helfern wurde in aller Eile ein Verbandsplatz errichtet und die Verletzten je nach Schweregrad der Verletzung erstversorgt und später in die Klinik Langen abtransportiert. Ebenfalls im Einsatz zur Verletztenbetreuung war zudem der später zur Verstärkung hinzugerufene 1. und 3. Sanitätszug Kreis Offenbach des Roten Kreuzes und ein Rettungshubschrauber. DRK-Kreisbereitschaftleiterin Bettina Schleidt, die als Beobachterin vor Ort weilte, zeigte sich begeistert von der eigentlichen Übungs-Organisation und zog ein insgesamt positives Fazit in Bezug auf die eingesetzten Rotkreuz-Helfer
DRK Dreieich
www.drk-dreieich.de

Flugzeugabsturz in Offenthal Samstag, 13.09.2003 um 13.00 Uhr: Alarm für die Feuerwehren der Stadt Dreieich, Langen, des Flughafens, des OV Dreieich und anderen Hilfsorganisationen aus dem Kreis sowie fast allen Katastrophenschutzzügen aus dem Umkreis. Meldung: Absturz eines Linienflugzeugs auf der Landstraße zwischen Offenthal und Messel. Mit mindestens 30 Verletzten ist zu rechnen. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnten diese erleichtert feststellen: Es ist nur eine Übung. Trotz dieser Feststellung stellten alle beteiligten Helfer ihr Können unter Beweis und sorgten für einen schnellen, reibungslosen Ablauf, der letztendlich zum Erfolg und zur Klärung der Situation führte. Gegen 16.00 Uhr war die Übung beendet und alle Verletzten waren zur Weiterversorgung in die Asklepiosklinik Langen verbracht worden
Die Johanniter
www.johanniter-offenbach.de
Sa., 13. September 2003 Um 13:00 Uhr wurde unsere SEG und der 2. Sanitätszug alarmiert. Das Alarmstichwort war, Flugzeugabsturz zwischen Offental und Messel. Gott sei Dank stellte sich der Einsatz als Alarmübung heraus. Wir nahmen an dieser Übung mit 25 Helfern, 5 Rettungswagen, 1 Krankenwagen,1 Gerätewagen und einem Einsatzleitwagen teil.
Auszug aus dem Übungskonzept
Gemeinschaftsübung 13.09.2003 Annahme: Flugzeugabsturz zwischen Offenthal und Messel. Brennende Teile von Flugzeug in Landwirtschaftlichem Anwesen.
Beim Start eines Flugzeuges Typ ATR-42 vom Flughafen Frankfurt/Main in Richtung Osten (Flugstrecke KIR/ANEKI/NKR) kommt es kurz nach dem Start zu technischen Problemen. Die normale Flugstrecke KIR/ANEKI/NKR verläuft zwischen Offenthal und Götzenhain in Richtung Süden. Durch Anweisungen der Flugsicherung, soll das Flugzeug eine Schleife fliegen, um dann zurück zum Flughafen FFM zu gelangen. Die neue Flugstrecke verläuft nun zwischen Offenthal und Messel. Aufgrund der technischen Probleme (Triebwerksschaden) kann das Flugzeug keine Höhe gewinnen und streift eine Maschinenhalle nähe L3317 (Messeler Str. 53A). Das Flugzeug stürzt auf das dahinterliegende Feld, die Maschinenhalle fängt im Dachbereich an zu brennen. Mehrere Personen sind verletzt und zum Teil in Trümmern eingeklemmt. Weiterhin werden einige Personen (sowohl Flugzeuginsassen, als auch Personen im brennenden Gebäude) vermisst

Teilnehmende Feuerwehren: - Rödermark-Urberach - Messel - Eppertshausen - Dreieich-Offenthal - Dreieich-Sprendlingen - Dreieich-Götzenhain - Dreieich-Dreieichenhain - Langen - ELW2 Kreis Offenbach 12 - ELW Stadt Dreieich - ELW Flughafenfeuerwehr
Alarmierung der Feuerwehren:
Durch mehrere Passanten wird bei der Leitstelle Dietzenbach über Notruf um ca. 13:00 Uhr ein Flugzeugabsturz zwischen Offenthal und Messel gemeldet. Durch die Flughafenfeuerwehr wird ebenfalls um diese Zeit ein abgestürztes Flügzeug im Bereich Offenthal gemeldet.
Durch die Leitstelle Dietzenbach wird nach dem Alarmierungsstichwort „Fflug2“ folgende Feuerwehren alarmiert: - FW Offenthal KDOW, TLF16, LF8, VRW, MTW - FW Sprendlingen 1 x LF16 / TLF24/50 - FW Götzenhain LF16 / SW2000 - FW Dreieichenhain Bereitschaft - FW Langen TLF24/50, RW1 - FW Messel RW1 - FW Rödermark ELW2 - DRK Dreieich Vor Eintreffen der ersten Feuerwehr (Offenthal) werden aufgrund der unübersichtlichen Lage die Feuerwehren, Urberach, Eppertshausen sowie Messel komplett nachalarmiert
Durch die Leitstelle Dietzenbach wird der Rettungsdienst nach Schadensbild alarmiert.
Neben Rettungswagen und mehreren Ortsvereinen, wird ein Rettungshubschrauber zur Einsatzstelle entsendet. Zur Unterstützung kommt ein Polizeihubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Egelsbach. Dieser sucht mehrere Personen im Umfeld der Absturzstelle.




