• Root
  • Nachrichtenansicht

23.06.2020 23:14 vor 18 Tag(e)

Atemschutzstrecke auf Standortebene

Ausnahmeregelung in Corona-Zeiten

Gemeinsames Aufwärmtraining (ffd)

Knifflige Streckenbedingung in Buchschlag (ffd)

Jeder Atemschutzgeräteträger muss, neben einer ärztlichen G26 Untersuchung, einer jährlichen Atemschutzunterweisung und einer Übung unter Realbedingungen oder einem Atemschutzeinsatz, auch einen jährlichen Atemschutzübungsstreckendurchgang nachweisen. Ist eines dieser Kriterien nicht erfüllt, ist der AGT nicht tauglich und darf im Atemschutzeinsatz nicht eingesetzt werden. Die aktuelle Covid-19 Pandemie stellt uns vor eine neue Herausforderung, denn auf Grund der räumlichen Enge auf der Atemschutzübungsstrecke, in unserem Fall die in Rödermark, wurde jegliche Durchführung von Amtswegen untersagt. Daraufhin wurde vom zuständigen Amt die Frist für die Streckendurchgänge verlängert, um die Feuerwehren einsatzfähig zu halten.

Um auch weiterhin die Tauglichkeit der Einsatzkräfte der Feuerwehr Dreieich sicher zu stellen, wurde nach Absprache mit den zuständigen Stellen ein erster Testlauf einer Atemschutzübungsstrecke an der Feuerwache Sprendlingen realisiert. Um die räumliche Enge zu entzerren, findet die Leistungsprüfung überwiegend im Freien, in großen Räumen und in kleinen Gruppen statt.  Am Dienstag den 16. Juni 2020 fand der erste Durchgang mit einer gemischten Gruppe aus den Stadtteilen Sprendlingen und Offenthal statt. Die Übungen wurden, angelehnt an die Richtlinie der zu erbringenden Leistung für einen erfolgreichen Atemschutzübungsstreckendurchgang gestaltet.

Nach einer Theorieeinheit der Feuerwehr Dienstvorschrift 7 ging es zum Aufwärmen mit angeschlossenen Atemschutzgeräten und voller persönlicher Schutzausrüstung zu einem Lauf rund um die Wache Sprendlingen. Anschließend wurde die Gruppe in 4 Trupps geteilt, wobei jeder Trupp alle Stationen durchlaufen musste. Eine Station war das Unterqueren eines Einsatzfahrzeuges. Hierbei wurde zum Beispiel das Absuchen eines Raumes unter Nullsicht für die Teilnehmer simuliert. Neben einer Gasflasche und einer vermissten Person musste auch eine Abluftöffnung gefunden werden. Letzte Station war das Besteigen des Schlauchturms über eine 2-teilige Steckleiter, um dann weiter über die Treppe, mit je 2 Schaummittelkanistern bis in das letzte Stockwerk vorzudringen.

Parallel zu diesem Modell wurde am Samstag, den 20.06. eine Ganztagsausbildung Atemschutz im Stadtteil Buchschlag durchgeführt. Auch hier konnten die Teilnehmer einen Streckendurchgang absolvieren. Mit einem Baugerüst wurde in der Fahrzeughalle auf kreative Weise ein Übungsparcours aufgebaut. Die räumliche Enge fördert die Koordination und Kommunikation der Trupps ähnlich der Atemschutzübungsstrecke in Rödermark. Bis diese reguläre Übungstrecke wieder genutzt werden darf, sollen alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Dreieich, ihre fälligen Atemschutzstreckendurchgänge auf Standortebene absolvieren.


(sth)