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20.10.2015 12:08 vor 2 Jahr(e)

Frankfurter Neue Presse

Offenthaler Feuerwehr probte für den Ernstfall

Die Einsatzkräfte des DRK übernahmen die Verletzte, welche die Offenthaler Feuerwehrleute aus dem „brennenden Haus“ gerettet haben. (Nicole Jost /fnp)

Dreieich. Dicke Rauchschwaden dringen aus den Fenstern im Wohnhaus „An den Haselwiesen“, die ganze Straße leuchtet blau vom Licht der Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungswagen. Das Szenario ist dramatisch, bei Umbauarbeiten hat sich ein Feuer entzündet und mehrere Menschen sind vermisst.

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Offenthal hatte am Donnerstagabend mal wieder die Gelegenheit, unter sehr realistischen Bedingungen für den Ernstfall zu proben. In schwerer Montur und mit Atemschutz gingen gleich mehrere Trupps in das qualmende Haus. Sogar die Rettungsleiter wurde aufgebaut. Alle Anschlüsse und Schläuche waren schnell verlegt. Mit Wärmebildkamera machten sich die Einsatzkräfte auf die Suche nach den vermissten Menschen. Die wurden auch recht schnell gefunden, in speziellen Tüchern aus dem Haus getragen und an den schon wartenden Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben.

Die Verletzten waren schaurig mit viel Filmblut geschminkt, und der Einsatz in Offenthal wirkte so noch mehr wie ein echter Notfall.

Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch beobachtete seine Einsatzabteilung ganz genau und war zufrieden. „Ich würde mich von ihnen retten lassen“, sagte Baumbusch mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. Es gebe immer kleine Fehler. „Aber das ist nichts Gravierendes. Letztlich machen wir die Übung ja auch dafür, um Fehler anzusprechen und im Ernstfall noch besser reagieren zu können.“

Für die Feuerwehr Offenthal beginnt mit dieser ganz praktischen Abschlussübung das Winterhalbjahr. Die praxisnahe Ausbildung rückt in den Hintergrund und die Feuerwehrleute beschäftigen sich zunehmend mit der Theorie, besprechen Einsatztaktik und laden sich Ausbilder ins Feuerwehrhaus in Offenthal ein. Die freiwilligen Feuerwehrleute nutzen die Wintermonate auch dazu, Gebäude mit hoher Brandgefahr oder besonderer Nutzung an Ort und Stelle zu besichtigen.

 

Artikel/Bilder: Nicole Jost (fnp)

Quelle: www.fnp.de