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11.05.2015 00:00 vor 3 Jahr(e)

Offenbach-Post: Ein Jahr der Herausforderungen

Dreieicher Feuerwehren mit 576 Einsätzen

Andreas Baumbusch (Mitte) ist am Donnerstagabend im Bürgerhaus für die Dauer von drei Jahren zum Stadtbrandinspektor gewählt worden. Als Stellvertreter stehen ihm Pasquale Bonifer (links) und Markus Tillmann zur Seite. (E. Pathe)

Dreieich - Andreas Baumbusch ist in der Jahreshauptversammlung der Dreieicher Feuerwehren zum Stadtbrandinspektor gewählt worden. Dabei ist das Amt kein Neuland für ihn. epa/fm

Der Magistrat hatte ihn im August vergangenen Jahres zum Chef der Feuerwehren ernannt, nachdem Jürgen Becker das Handtuch geworfen hatte. Als einer von zwei Stellvertretern kann Baumbusch weiterhin auf Pasquale Bonifer bauen. Neu im Führungsgremium ist als zweiter Vize der Offenthaler Wehrführer Markus Tillmann. Er hat damit die Nachfolge von Uwe Zeißler angetreten. Sie hatten viel zu tun, die fünf Stadtteilwehren im vergangenen Jahr. Mit 576 Einsätzen nehmen die Dreieicher im Kreis Offenbach die erste Stelle ein. Allein 273 Einsätze gingen auf das Konto der Sprendlinger Blauröcke. Der weitaus größte Teil, nämlich 317, waren Hilfeleistungen. Dazu zählen zum Beispiel Verkehrsunfälle, das Auspumpen von vollgelaufenen Kellern, das Beseitigen von umgestürzten Bäumen, die Öffnung von Türen in Notfällen oder die Rettung von Tieren. Ärgerlich: 178 Mal rückten die Helfer vergeblich aus, weil sie fälschlicherweise alarmiert wurden – oft ausgelöst von defekten Feuermeldern.

Vor allem mehrere extreme Wetterlagen mit Überschwemmungen machten den Feuerwehrleuten 2014 zu schaffen. Bei den Verkehrsunfällen stellte sich die B 486 zwischen Urberach, Offenthal und Langen einmal mehr als Schwerpunkt heraus. Großeinsätze erforderten die Brände in einer Zahnarztpraxis in Sprendlingen sowie drei ausgedehnte Fabrikbrände in Langen, Dietzenbach und Neu-Isenburg.

Während Baumbusch die technische Ausstattung der Wehren als gut bezeichnete, gebe es Nachholbedarf bei den Feuerwehrhäusern. Vor allem mit Blick auf den Nachwuchs müssten Räumlichkeiten geschaffen werden, zudem würden Lagerkapazitäten gebraucht, mahnte der Stadtbrandinspektor.

Die Personalstärke ist – wie bei vielen anderen Wehren – rückläufig. Derzeit sind in den fünf Stadtteilen 192 Mitglieder aktiv: 51 in Sprendlingen, 50 in Offenthal, 41 in Götzenhain, 36 in Dreieichenhain und 14 in Buchschlag. Bei den Jugendfeuerwehren sind 79 Jungen und Mädchen organisiert. Höhepunkt für den Nachwuchs war die Teilnahme am Kreisfeuerwehrtag.

Quelle: op-online.de


(jbr)