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20.10.2015 14:14 vor 2 Jahr(e)

Offenbach-Post: Feuerwehr und DRK Hand in Hand

Übung unter realistischen Bedingungen

Feuerwehr und DRK Hand in Hand auf engstem Raum (jbr)

Einweisung durch den Einsatzleiter (jbr)

Einsatzstelle "An Den Haselwiesen" (jbr)

Dichter Rauch über der Einsatzstelle erschwert die Arbeit (jbr)

Offenthal - „Feuer in einem Wohnhaus in der Straße An den Haselwiesen – mehrere Personen vermisst. “ So lautet die Durchsage der zentralen Leitstelle in Dietzenbach, als am Donnerstagabend gegen halb neun die Offenthaler Feuerwehr und das Dreieicher DRK alarmiert werden.

Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Es handelt sich „nur“ um eine Übung, aber die soll natürlich so realistisch ablaufen wie irgend möglich. Das Szenario: Bei Umbauarbeiten ist es vermutlich im Erdgeschoss des Hauses zu einem Brand gekommen. Mehrere Personen sind verletzt und werden nun im stark verqualmten Gebäude vermisst. Wie viele Menschen sich in dem Gebäude befinden, ist nicht bekannt. Von Nachbarn erfährt der Einsatzleiter lediglich, dass sich definitiv Leute in dem total verqualmten Haus aufhalten.

Die Einsatzkräfte machen sich umgehend daran, den Brand zu bekämpfen und unter Atemschutz nach den Bewohnern zu suchen. Die erste verletzte Person wird nach vier Minuten gefunden und dem Roten Kreuz übergeben. Auch die beiden anderen Vermissten sind kurz darauf gerettet, werden vom DRK versorgt und für den Transport ins Krankenhaus vorbereitet. Sie haben Schnitt- und Brandwunden und leiden unter einer Rauchgasvergiftung.

Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit der Feuerwehrkräfte untereinander sowie das Zusammenspiel zwischen den Brandschützern und den Rotkreuzlern unter realen Bedingungen zu testen. Aus diesem Grund sind die drei Opfer mit viel Filmblut anderthalb Stunden realitätsnah geschminkt worden, durch das Haus wabert kein echter Rauch, sondern Disconebel.

Bei der Manöverkritik im Feuerwehrhaus zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. „Obwohl die Platzverhältnisse am Übungsobjekt sehr eng waren, war die Einsatzstelle geordnet und das Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert“, lobt Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch.

Die Abschlussübung hat für die Offenthaler Feuerwehr das Winterhalbjahr eingeläutet. Die praktische Ausbildung rückt in den Hintergrund und wird durch mehr theoretische Ausbildung ersetzt. Themen wie Einsatztaktik stehen genauso auf dem Dienstplan wie der Besuch von Gastausbildern oder auch die Besichtigung von besonderen Gebäuden mit zum Beispiel hoher Brandlast oder spezieller Nutzung. J fm

 

Quelle: op-online.de